Zusammen mit Mattias Schriefl, Jay Ashby, Şeref Dalyanoğlu, Armoni Ahenk, Jamey Haddad, Caitlin Mehrtens, Çengiz Durakov

Familie Himpsl – beziehungsweise die „Unterbiberger Hofmusik“ sind längst auf dem Weg ganz neue musikalische Grenzbereiche und Überschneidungen zu entdecken und auszuloten. Bester und hier vorliegender Beweis: ihre gemeinsam mit Jay Ashby produzierte siebente CD „Bavaturka – Türkische Reise“!

Beweis auch dafür, wie Neugier und Offenheit gegenüber allen kulturellen Einflüssen Kooperationen und sogar Freundschaften entstehen lassen, die völlig ungekünstelt Traditionen miteinander verknüpfen und im musikalischen Kontext wirklich noch nie Gehörtes hervorbringen können.

Wie das geht und wie daraus „Bavaturka – Türkische Reise“ entstehen konnte, schildert Bandleader und Familienoberhaupt Franz Josef Himpsl am eindrucksvollsten selbst:

„Hätte mir jemand noch vor fünf Jahren prophezeit: Ihr werdet einmal ein türkisches Programm spielen – damals hätte ich verständnislos mit dem Kopf geschüttelt.
Doch wie heißt es so schön: Sag niemals nie… Denn im Grunde genommen wurden die Weichen bereits gestellt als wir 2005 und 2008 auf Einladung des Goetheinstituts in Izmir und Istanbul zu Gast waren. Während unserer Aufenthalte in der Türkei lernten wir eine unglaubliche Gastfreundschaft, interessanteste Menschen und phantastische Musiker kennen – und durften ganz besondere Einblicke in die türkische Musik nehmen. All das hat uns seitdem nicht mehr los gelassen.

Haben türkische und bayrische Musik jemals miteinander zu tun gehabt? Seit mehr als 300 Jahren sind die ungeraden Taktarten und Makamlar der türkischen Musik unüberhörbar Vorlage für die Musik aus dem Balkan, die wiederum indirekt unsere bayrische Musik beeinflusst.

Unsere fixe Idee beides nach typisch „Unterbiberger Art“ miteinander zu verknüpfen nahm nach und nach Formen an. Die ersten Schritte in eine musikalisch sehr fremde Welt bescherten uns als Musiker manch schweißtreibende Probe. Und hätten wir hier nicht Unterstützung von höchst kompetenter Seite erhalten, wären wir wohl nicht weit gekommen…Vergelt´s Gott, lieber Şeref!“

Bavaturka (2012)